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Die ehemaligen Güter der Familie

Bereits der Stammvater Nathanael hatte zwischen 1820 und 1841 für sich bzw. seine Söhne fünf Güter kaufen können. Das wurde schon oben im ihm gewidmeten Abschnitt dargelegt. Die Söhne und Schwiegersöhne erwarben weitere landwirtschaftliche Betriebe. Der Besitz und die Bewirtschaftung dieser Güter spielte für das materielle Wohlergehen und für die gesellschaftliche Stellung zahlreicher Nachfahren des Stammvaters also eine entscheidende Rolle.

Die Güter lagen überwiegend in der Nähe der Weichsel im ehemaligen Westpreußen. Ihre Namen und geografische Lage hat Albrecht von Kries (*1929) in seiner 1995 erschienenen Familiengeschichte auf 2 Seiten übersichtlich dargestellt. Diese 2 Seiten werden nachstehend zur ersten Orientierung wiedergegeben. Die Güter sind dabei nach ihrer Lage von Nord nach Süd nummeriert.

Es folgen nähere Informationen über die 6 Güter, nach denen sich die 6 Linien der Familie benannt haben. Die Reihenfolge richtet sich auch hier nach der besagten Nord-Süd-Nummerierung. Für jedes dieser Güter findet man abschließend einen Internet-Link, über den man die genaue Lage auf aktuellen polnischen Straßenkarten finden kann.

Weitere Einzelheiten über die 6 Güter, über die übrigen Güter von Nachfahren des Stammvaters sowie über die von Schwiegersöhnen erworbenen Güter finden Familienangehörige mit Zugriffsberechtigung im internen Bereich.

Die Kries'schen landwirtschaftlichen Betriebe

Die in der folgenden Tabelle genannten 17 landwirtschaftlichen Betriebe (Güter unterschiedlicher Größe) befanden sich zwischen 1800 und 1945 während kürzerer oder längerer Zeit als Pachtung oder als Eigentum im Besitz von Angehörigen der Familie von Kries; sie sind von Nord nach Süd durchnummeriert, so dass sie auf der unten stehenden Karte leicht zu finden sind.

Nr. auf der Karte

 

Name des Betriebes

 polnischer

Name

nahegelegene Stadt

im Besitz der Familie

Bemerkungen

1

 

Bangschin

Będziesyn

Danzig Gdańsk

1852 - 1897

Eigentum

2

Lunau

heute Stadtteil von Dirschau (Tczew)

Dirschau

Tczew

1857 - 1876

Eigentum

3

Baldau

Baldowo

Dirschau Tczew

1863 - 1879

Eigentum

 

6

Trankwitz

Trankwice

Marienburg Malbork

1864 - 1902:

1902 - 1912:

1912 - 1945:

Eigentum. 

gepachtete Domäne.

Pachtung der    Domäne durch Tochter und Schwiegersohn

8

Kulmaga

Kulmaga

Marienweder

Kwidzyn

1820 - 1936

Eigentum.   War 1820-1921    Vorwerk von Osterwitt, 1921-1936 Vorwerk von Kriesfelde.

9

Czerwinsk

Czerwińsk

Marienwerder

Kwidzyn

1829 - 1936

Eigentum.  War 1829-1921 Vorwerk von Osterwitt, 1921-1936 Vorwerk von Kriesfelde.

Czerw. liegt zwischen Osterwitt und Kriesfelde.

13

Stuthof

Kobyly

Kulm Chelmno

1873 - 1876

Eigentum

15

Colmansfeld

Chelmonie

Schönsee (bei Thorn) Kowalewo(przy Toruń)

1935 - 1940

1940 - 1945

Pachtung von  privat.

Eigentum

16

Butterfelde

Przyjezierze

Königsberg in der Neumark Chojna

1928 - 1937

gepachtete  Domäne

17

Oberkunitz

Kunice

Liegnitz Legnica

1923 - 1945

Eigentum

 

Hinweis: Für Details auf die Karte klicken.


Kries'sche landwirtschaftliche Betriebe auf einer größeren Karte anzeigen

Die 6 Stammgüter

Eine Domäne ist ein Landgut, welches Eigentum des Preußischen Königreichs war. Im allgemeinen war das Landgut mit einem herrschaftlichen Gutshaus augestattet. Die Verwaltung der Domäne unterlag meist adligen Grundherren. 

__________________________________

Haus Waczmirs (Nr. 4 und 5)

Gründer: Theodor Albinus von Kries (1805 - 1868).

Der Betrieb war zunächst ab 1828 vom Voreigentümer gepachtet und dann von 1830 bis 1945 im Eigentum von Familienmitgliedern. Er hatte 1885 eine Größe von insgesamt 1.128 Hektar.
Der Betriebsteil Klein Waczmirs/Waćmierek liegt zwischen Dirschau/Tczew und Preußisch Stargard/Starogard Gdański direkt an der heutigen Fernstraße Nr. 22 (früher Reichsstraße 1 von Aachen über Berlin nach Königsberg i.Pr.), ca. 4 km westlich ihrer Kreuzung mit der heutigen Fernstraße 1/ E 75 Danzig-Thorn/ Gdańsk-Toruń. Ca. 3 km südlich von Klein Waczmirs liegt der Betriebsteil Groß Waczmirs/Waćmierz. Beide Teile bildeten stets eine wirtschaftliche Einheit.

Waczmirs im Sommer 2001 mit Teilnehmern der Familienreise im Vordergrund

Landkarte von Waćmierz in Polen aufrufen (Großwaczmirs).
Landkarte von Waćmierek in Polen aufrufen (Kleinwaczmirs).

Haus Kriesfelde/Smarzewo (Nr. 7)

Gründer: Moritz Eduard von Kries (1802 - 1889)

Das Gut war von 1828 bis 1945 im Eigentum von Familienmitgliedern. Es hatte 1885 zusammen mit dem Vorwerk Czerwinsk eine Größe von 751 Hektar.
Der Betrieb liegt ca. 16 km Luftlinie westlich von Marienwerder/Kwidzyn, aber auf der Höhe des linken (westlichen) Randes des breiten Urstromtales der Weichsel, und zwar in der Nähe von Schmentau/Smętowo Graniczne, im Bogen der kleinen Eisenbahnstrecke Schmentau-Münsterwalde/Smętowo-Opalenie. Marienwerder liegt auf der Höhe des rechten, also östlichen Randes dieses Tales.

Landkarte von Smarzewo in Polen aufrufen. 

Kriesfelde um 1940
Das Gutshaus Kriesfelde (um 1940)

 

Gutshaus Kriesfelde
Das Gutshaus Kriesfelde im Jahr 1981

Der Betrieb Kulmaga (polnisch ebenfalls Kulmaga) in der Nähe von Marienwerder (polnisch Kwidzyn) war in den Jahren 1820 bis 1936 Eigentum der Familie und diente als Vorwerk für die Betriebe Osterwitt (1820 - 1920) und Kriesfelde (1920 - 1936). Das Vorwerk Czerwinsk (polnisch Czerwińsk) war von 1829 bis 1936 Eigentum der Familie und gehörte bis 1920 zu Osterwitt, danach bis 1936 zu Kriesfelde. 

Landkarte von Czerwińsk in Polen aufrufen.

Haus Osterwitt/Ostrowite (Nr. 10)

Gründer: Friedrich Wilhelm von Kries (1816 - 1890)

Osterwitt war eine von 1800 bis 1921 von Familienmitgliedern gepachtete preußische Domäne, die nach 1921 teilweise aufgesiedelt wurde.
Der Betrieb Osterwitt/Ostrowite liegt - ähnlich wie Kriesfelde - ca. 16 km Luftlinie westlich von Marienwerder, jedoch auf einer Anhöhe westlich der heutigen Fernstraße 1 / E 75 Danzig-Thorn/Gdańsk-Toruń, ca. 2 km südlich der Abzweigung der nach Skórcz führenden Straße Nr. 231.

Landkarte von Ostrowite in Polen aufrufen.

Gutshaus Osterwitt
Das Gutshaus Osterwitt im Jahr 1981

 

Osterwitt um 1830
Das Gutshaus Osterwitt um 1832

Der Betrieb Kulmaga (polnisch Kulmaga) in der Nähe von Marienwerder (polnisch Kwidzyn) war in den Jahren 1820 - 1936 Eigentum der Familie und diente als Vorwerk für den Betrieb Osterwitt (1820 - 1920) und Kriesfelde (1920 - 1936).

Haus Breslau-Schönbrück/Szembruczek (Nr. 11)

Gründer: Carl Gustav von Kries (1815 - 1858)

Das Gut war von 1870 bis 1882 Eigentum eines Familienmitgliedes und hatte 1885 eine Größe von 479 Hektar. Der Betrieb Klein-Schönbrück/Szembruczek liegt - wie Roggenhausen/Rogóźno nordöstlich von Graudenz/Grudziądz, und zwar ca. 6 km nördlich von (Schloß) Roggenhausen/Rogóźno (Zamek).

Landkarte von Szembruk in Polen aufrufen.

Schönbrück 
eingestürztes Gutshaus
Das Gutshaus Klein-Schönbrück war im Jahr 1981 eingestürzt

Haus Roggenhausen/Rogóźno (Nr. 12)

Gründer: Adolf Anton Franz von Kries (1808 - 1889) 

Das Gut war eine von 1836 bis 1921 von Familienmitgliedern gepachtete preußische Domäne und hatte 1885 eine Größe von 635 Hektar. Es wurde erst nach 1945 teilweise aufgesiedelt.
Der Betrieb liegt ca. 15 km nordöstlich von Graudenz/Grudziądz nahe der heutigen Fernstraße Nr. 16 Graudenz-Allenstein/Grudziądz-Olsztyn neben den Resten der ehemaligen Burg des Deutschen Ritterordens (deshalb auch "Schloß" oder "Burg" Roggenhausen/Rogóźno Zamek genannt, im Gegensatz zum ca. 5 km nordwestlich davon gelegenen "Dorf" Roggenhausen/Rogóźno " Wieś").

Landkarte von Rogóźno-Zamek in Polen aufrufen.

Turm des Gutshaus 
Roggenhausen
Der Turm der ehemaligen Ordensburg
Roggenhausen im Jahr 1981. Der Zustand war
besser als der des Gutshauses.

 

Gebäude des Betriebes 
Roggenhausen
Wirtschaftsgebäude von Roggenhausen im Jahr 1981

„Schloss 
Roggenhausen“ auf einer Postkarte von 1940; aufgenommen vom Turm der 
alten Ordensburg
„Schloss Roggenhausen" auf einer Postkarte von 1940;
aufgenommen vom Turm der alten Ordensburg

Haus Friedenau/Slawkowo (Nr. 14)

Gründer: Conrad Friedrich Leopold von Kries (1814 - 1886)

Friedenau war von 1841 bis 1945 Eigentum von Familienmitgliedern und hatte 1885 eine Größe von 635 Hektar.
Der Betrieb liegt ca. 16 km nördlich von Thorn direkt an der Straße 499, ca. 5 km von deren Abzweigung bei Ostaszewo von der Fernstraße 1 / E 75 Thorn-Kulm-(Danzig)/Toruń-Chelmno-(Gdańsk).

Landkarte von Sławkowo in Polen aufrufen.

Gutshaus Friedenau Rückseite zum Park vor dem Krieg
Gutshaus Friedenau Rückseite zum Park vor dem Krieg

Gutshaus Friedenau 
2008
Das Gutshaus Friedenau im Jahre 2008